Projekte

Das Institut für komplementäre und integrative Medizin hat zum Ziel Forschung, Patientenversorgung und Lehre eng miteinander zu vernetzen. Auf der Basis unserer klinischen Forschungskompetenz wenden wir verschiedene Forschungsdesigns zur Beantwortung unserer Forschungsfragen an und kooperieren eng mit Forschungspartnern im Inland und Ausland.

Laufende Projekte

Stakeholder-Involvement für integrativmedizinische Behandlungsmodelle (DIMMSI)

Stakeholder-Involvement für integrativmedizinische Behandlungsmodelle (DIMMSI)

Beschreibung 
Bei der Behandlung von chronischen Krankheiten, insbesondere bei Krebs, wünschen sich viele Patientinnen und Patienten einen integrativen Behandlungsansatz, der komplementär-medizinische Verfahren beinhaltet. Ebenso wichtig ist für die verschiedenen Interessensvertreter (Stakeholder) aber auch die praktische Umsetzbarkeit solcher Ansätze. Im vorliegen-den Forschungsprojekt werden deshalb gemeinsam mit Stakeholdern verschiedene integrative Behandlungsmodelle entwickelt (u.a. für Fatigue infolge Krebserkrankung).
Stakeholder sind in diesem Zusammenhang Personen, die in die Behandlung oder Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankung involviert sind (z.B. Ärztinnen und Ärzte, Angehörige etc.), Patientinnen und Patienten, die selbst betroffen sind oder Vertrete-rinnen und Vertreter aus Administration, Fachgesellschaften, Politik und Industrie. Der Forschungsprozess wird zusätzlich von einem Expertenkomitee begleitet, in dem wiederum verschiedene Stakeholder vertreten sind.
Die Behandlungsmodelle werden mittels eines Stakeholder-Involvement-Prozesses entwickelt. Dieser Prozess durchläuft jeweils die nachfolgenden fünf Projektschritte mit einer qualitativen und quantitativen Datenerhebung:
In einem ersten Schritt entwickelt das Ärzteteam des Instituts auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse, klinischer Studien und praktischer Erfahrung einen Entwurf des jeweiligen integrativen Behandlungsmodells.
Dieser Entwurf wird den verschiedenen Stakeholdern anschliessend zur Einschätzung im Rahmen von qualitativen Einzelinterviews und Fokusgruppengesprächen vorgelegt. Darüber hinaus werden dabei auch allgemeine Fragen nach den Erfahrungen, Bedürfnissen und Meinungen der Stakeholder zum jeweiligen spezifischen Thema gestellt.
Die Ergebnisse der qualitativen Analyse werden im dritten Schritt mit dem Expertenkomitee diskutiert.
Auf dieser Grundlage werden die relevanten Fragen für den anschliessenden Onlinesurvey mit einer breiteren Stakeholder Gruppe definiert.
Die Ergebnisse der Interviews, Fokusgruppen und des Onlinesurvey werden schliesslich im Expertenkomitee abschliessend diskutiert. Auf dieser Basis werden die jeweiligen Behandlungsmodelle weiterentwickelt.

Projektleitung 
Prof. Dr. Claudia Witt, MBA

Projektkoordination 
lic. phil. Claudia Canella

Statistik 

PD Dr. Jürgen Barth

Projektdauer 
2015-2019

Förderung 
Investigator Initiated Project unterstützt durch the Institute for Integrative Health, Baltimore

Projektstand 
Auswertung

Publikationen 
Witt, Claudia, & Canella, Claudia. (2014). Gemeinsam Forschung und Behandlung verbessern: Stakeholder Involvement. Aktuelle Gesundheitsnachrichten(15), 30-34;

Witt, Claudia, Horneber, Markus, & Rostock, Matthias. (2014). Komplementärmedizin bei der tumor-assoziierten Fatigue. Tumor Diagnose und Therapie, 35, 326-330;

Pilotprojekt „Patient First" der Station IMC MB IMO

Qualitätssicherung und wissenschaftliche Auswertung des Pilotprojektes „Patient First" der Station Intermediate Care (IMC) des Medizinbereiches Innere Medizin-Onkologie des UniversitätsSpitals Zürich (USZ)

Beschreibung
Ziel des Pilotprojektes ist die Transformation negativer Erlebnisse von Patientinnen und Patienten auf der Intermediate Care (IMC) Station des Medizinbereiches Innere Medizin-Onkologie. Dafür soll ein lösungsorientiertes Vorgehen basierend auf empathischer Kommunikation zwischen Ärztinnen/Ärzten/Pflegenden und den betroffenen Patientinnen und Patienten genutzt werden. Es werden die Mitarbeitenden der IMC in empathischer Kommunikation geschult und folgend negative Erlebnisse von Patientinnen und Patienten auf der Station IMC erhoben. Auf den Erkenntnissen basierend soll ein Prozess zur Erfassung negativer Erlebnisse etabliert werden. Es wird mit Patientinnen und Patienten ein Gespräch geführt, um mögliche negative Erlebnisse zu identifizieren. Mittels empathischer Kommunikation und lösungsorientiertem Vorgehen durch die Mitarbeitenden der IMC soll eine Transformation der negativen Erlebnisse angestrebt werden. Das Pilotprojekt ist eine qualitätssichernde Massnahme, soll jedoch auch evaluiert und der wissenschaftlichen Analyse zugänglich gemacht werden, indem Mitarbeitende der Station und Patientinnen und Patienten zu dem Projekt in qualitativen Interviews und Fokusgruppen befragt werden und die Daten unter Anwendung qualitativer Methoden ausgewertet werden. Die Evaluation der Kommunikationstrainings erfolgt anhand quantitativer Fragebögen.

Projektleitung Gesamtprojekt
Monika Niederberger, MSc

Projektleitung wissenschaftliche Evaluation
Prof. Dr. med. Claudia Witt, MBA

Projektkoordination wissenschaftliche Evaluation
lic. phil. Claudia Canella

Projektdauer 
2016-2017

Förderung 
Investigator Initiated Study

Projektstand 
Rekrutierungs- und Datenerhebungsphase

Akupunktur bei Rückenschmerzen (PATE)

Patientenerwartungen und Behandlungsergebnisse der Akupunktur bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen (PATE)

Beschreibung
Chronische Rückenschmerzen sind eine häufige Erkrankung und führen zu hohen Behandlungskosten. Neben pharmakologischen Interventionen werden Patienten mit chronischen Rückenschmerzen auch komplementärmedizinische Methoden wie Akupunktur angeboten und haben sich als wirksam erwiesen. Deswegen werden in diesem Projekt die Erwartungen von Patienten an die Akupunktur erfasst und Zusammenhänge mit dem Behandlungsergebnis untersucht. Ziel des Projekts ist, ein Messverfahren für Patientenerwartungen zu generieren, in der Praxis einzusetzen und den Einfluss von Patientenerwartungen auf das Behandlungsergebnis zu prüfen.

Projektleitung
Prof. Dr. Claudia Witt, MBA

Projektkoordination
Dr. Stefanie Keiser

Wissenschaftliche Mitarbeit
Alexandra Kern, Msc
Anja Zieger, Staatsexamen
PD Dr. Jürgen Barth

Statistik
Prof. Dr. Leonhard Held; Prof. Dr. Burkhardt Seifert, Department Biostatistik am Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention, Universität Zürich

Kooperationspartner
Prof. Dr. Thomas Rosemann, Institut für Hausarztmedizin, Universität Zürich
Prof. Dr. Ted Kaptchuk, Program in Placebo Studies, Harvard Medical School, USA

Projektdauer
2015-2018

Förderung
Schweizerischer Nationalfonds, SNF

Projektstand
Rekrutierung und Durchführung

Kompetenzzentrum Psychische Gesundheit

Kompetenzzentrum Psychische Gesundheit: Versorgung psychisch Kranker aus integrativer Perspektive

Beschreibung  
Das Institut für komplementäre und integrative Medizin beteiligt sich am Kompetenzzentrum Psychische Gesundheit mit Forschungsprojekten zur Versorgung psychisch Kranker. Das Kompetenzzentrum stellt  eine wichtige interdisziplinäre Plattform zur Generierung von Fragestellungen und zur Durchführung von Studien dar.  Das Kompetenzzentrum hat folgende Aufgaben: die Durchführung von aktuellen und die Entwicklung von neuen Forschungsprojekten inkl. der Versorgungsforschung, um die öffentliche psychische Gesundheit zu verbessern , die Sicherstellung des interdisziplinären Austausches der an der Beforschung des Bereichs Beteiligten, die Initiierung mehrstufiger Studienreihen zu Epidemiologie, Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation psychischer Erkrankungen unter Einbezug von Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen, die Etablierung und Weiterentwicklung methodischer Standards zu den genannten Forschungsbereichen, die Unterstützung von Klinikern hinsichtlich Forschungsmethoden (Studiendesign, Datenerhebung, Datenanalyse, etc.), das Angebot von Schulungen für Kliniker, die an Forschung interessiert sind (Grundlagen in Epidemiologie und Statistik) oder die an Forschungsprojekten im Bereich 'Public Health' teilnehmen wollen, die Betreuung von Post-Doktoranden, Doktoranden und Masterstudierenden (Medizin, Psychologie, etc., unter anderem im Rahmen des PhD Programms Epidemiology & Biostatistics der Life Science Zurich Graduate School), die Archivierung (Datenspeicherung und -verwaltung) von abgeschlossenen Forschungsprojekten zur psychischen Gesundheit n Kollaboration mit IT Science Services der UZH, wodurch sekundäre Analysen durch interessierte Forscher und (Post-)Doktorierende ermöglicht werden.

Projektleitung  
Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention 

Wissenschaftliche Mitarbeit      
Institut für komplementäre und integrative Medizin, Kinderklinik des Kinderspitals Zürich, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik für Psychiatrie, Psychologisches Institut, Psychotherapie und Psychosomatik (PUK), Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Projektdauer    
2015-2018

Förderung       
Universität Zürich

Projektstand                
Durchführung

MAC-DENT Studie

Erforschung analgetischer Wirkmechanismen der Akupunktur auf experimentellen Zahnschmerz im Gehirn (MAC-DENT)

Beschreibung 
Die schmerzlindernde Wirksamkeit von Akupunktur ist teilweise gut dokumentiert, doch die zugrunde liegenden physiologischen Prozesse sind mehrheitlich noch ungeklärt. Von besonderem Interesse ist die Wirkung der Akupunktur aufs menschliche Hirn. Die Erforschung dieser Aspekte ist heutzutage dank hochmoderner bildgebender Verfahren zunehmend möglich. Dazu gehören u.a. die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRI) und die funktionelle Magnetresonanzspektroskopie (fMRS). Weil das Innere von Zähnen (die Zahnpulpa) überwiegend aus schmerzleitenden Nervenfasern besteht, bietet sich der Zahnschmerz als wissenschaftliches „Schmerzmodell“ an, um Hirnaktivitäts-Veränderungen im Rahmen der Schmerzmodulation durch Akupunktur zu klären. Dieses Ziel verfolgen wir in Zusammenarbeit mit Schmerzforschern des Zentrums für Zahnmedizin der Universität Zürich. Indem ein gut kontrollierbarer elektrischer Reiz eine moderate Schmerzempfindung am Zahn auslöst, können die Eigenschaften der Akupunktur unter stabilen und reproduzierbaren Laborbedingungen an gesunden Probanden erforscht werden.  Dieser experimentelle Ansatz ermöglicht die Charakterisierung der Akupunkturwirkung hinsichtlich Stärke und Wirkdauer der Schmerzlinderung und darüber hinaus die Dokumentation der damit verbundenen Hirnprozesse mittels fMRI und fMRS.

Projekleitung 
Prof. Dr. Claudia Witt, MBA

Projektkoordination 
Nuno Prates de Matos, Msc.

Kooperationspartner 
PD Dr. Dr. Dominik Ettlin und Dr. Michael Bruegger Zentrum für Zahnmedizin, Dr. Daniel Pach Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie Charité  - Universitätsmedizin Berlin

Projektdauer 
2015-2017

Förderung 
Investigator Initiated Project

Projektstand 
Vorstudie abgeschlossen, Hauptstudie in Planung.

Entwicklung einer Definition für Integrative Health

Entwicklung einer Definition für Integrative Health

Beschreibung
Verschieden Faktoren tragen zur Gesundheit des Individuums und der Bevölkerung bei, die medizinische Versorgung ist nur einer dieser Faktoren. Deshalb bietet es sich in einem weiteren Kontext an von "Integrative Health" und nicht nur von "Integrative Medicine" zu sprechen. Während "Integrative Medicine" bereits mehrfach definiert wurde existiert bisher keine akzeptierte Definition von "Integrative Health". In einer interdisziplinären Konsensprozedur, die Ärzte, Public Experten und andere Wissenschaftler einschliesst wird eine Definition entwickelt. Mitglieder unterschiedlicher Fachgesellschaften werden durch Online Surveys eingebunden.

Projektleitung
Prof. Dr. Claudia Witt, MBA

Kooperationspartner
Prof. Brian Berman, University of Maryland, Prof. Margaret Chesney University of San Francisco

Projektdauer
2014-2015

Förderung
Investigator Initiated Project unterstützt durch The Institute for Integrative Health, Baltimore

Projektstand
Auswertungsphase

CAPRI 2 (Changes After Peer Review) Study

CAPRI 2 (Changes After Peer Review) Study

Beschreibung
Ziel der Studie ist es zu evaluieren, welchen Einfluss medizinische Fachzeitschriften und Peer Reviewers auf die Darstellung der Ergebnisse randomisierter Studien haben. Die "Corresponding Authors" von randomisierten Studien, die in predefinierten Zeitschriften erschienen sind, werden nach Erscheinen der Publikation angeschrieben und gebeten an einem Online-Survey teilzunehmen. Hauptfrage ist, wie häufig und in welcher Form Änderungen im primären Outcome und der statistischen Analyse verlangt wurden.

Projektleitung
Prof. Doug Altman and Dr. Sally Hopewell University of Oxford, Prof. Klaus Linde Technische Universität München, Prof. Claudia M. Witt, MBA

Datenmanagement
Katja Icke

Projektdauer
2014-2016

Förderung
Investigator Initiated Project

Projektstand
Datenanalyse

Veränderungen der Gehirnaktivität im EEG und fMRT von gesunden Probanden bei Akupunktur

Veränderung der Gehirnaktivität im EEG und fMRT von gesunden Probanden - Akupunktur im Vergleich zu Kontrollinterventionen

Beschreibung
Mit Hilfe von Elektroenzephalografie (EEG) und funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRI) sollen die Veränderungen der Gehirnaktivität von gesunden Probanden nach Applikation einer in China bei Schlaganfall häufig angewendeten Akupunktur (XNKQ-Akupunktur) im Vergleich zu drei Kontrollinterventionen evaluiert werden.
24 Studienteilnehmer sollen jeweils an insgesamt vier Tagen untersucht werden. An jedem der Untersuchungstage werden 5 Akupunkturnadeln in die Haut eingestochen und jeweils davor und danach die Hirnaktivität untersucht.
Mittels EEG soll die Aktivität der Hintergrundrhythmen (Mu-alpha und Beta), und mit Hilfe der fMRT sollen funktionale neuronale Netzwerke untersucht werden.
Die Messungen für die Studie werden am Center for Cognitive Neurosciences Berlin (CCNB) der Freien Universität Berlin durchgeführt.

Projektleitung
Prof. Dr. Claudia M. Witt

Projektkoordination
Dr. Daniel Pach

Wissenschaftliche Mitarbeit
Till Nierhaus, MPI Leipzig sowie CCNB
Chang Yinghui
Liu Bin

Datenmanagement
Katja Wruck

Biometrie
N.N.

Projektdauer
2015-2016

Förderung
Investigator Initiated Trial

Projektstand
Rekrutierung und Durchführung

Mind Body Medicine über das Smartphone für Krebspatienten

Mind Body Medicine über das Smartphone für Krebspatienten

Beschreibung
Krebserkrankungen führen bei Betroffenen zu hohen psychischen Belastungen und ergänzende Mind Body Medicine (MBM) Therapien stellen eine Möglichkeit dar, psychische Belastungen zu reduzieren. Der Zugang zu MBM Therapien ist jedoch eingeschränkt und Smartphone Apps wären eine Möglichkeit es mehr Patienten zugänglich zu machen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu solchen Apps sind jedoch gegenwärtig unzureichend.
Die Ziele des Projekts sind: 1) Zusammenfassung des aktuellen Standes der Forschung hinsichtlich App Interventionen für Krebspatienten anhand eines systematischen Reviews und 2) die Durchführung einer Machbarkeitsstudie zu einer MBM Smartphone App für Krebspatienten und Evaluation möglicher Effekte auf das psychische Befinden von Krebspatienten.
Krebspatienten werden im Kanton Zürich rekrutiert. Die Patienten erhalten eine Smartphone App, welche drei MBM Übungen beinhaltet: Achtsamkeitsmeditation, Guided Imagery und progressive Muskelrelaxation. Die Patienten erhalten die App für eine Dauer von insgesamt 20 Wochen. Der Nutzen und die Implementierungsmöglichkeiten der App werden mithilfe von Fragebogen und Fokusgruppen Interviews evaluiert.

Projektleitung
PD Dr. Jürgen Barth (PI), Prof. Dr. Claudia Witt, MBA (Co-PI)

Projektmitarbeiter
Michael Mikolasek, lic. phil.

Kooperationspartner
Prof. Dr. Ulrike Ehlert, Klinische Psychologie und Psychotherapie - Universität Zürich

Projektdauer
2015-2018

Förderung
Krebsliga Schweiz

Projektstand
Rekrutierung und Datenerhebung.

Qualitative Studie zu Passiflora incarnata

Anwendung qualitativer Forschungsmethoden im Kontext einer Medikamenteneinnahme am Beispiel der Heilpflanze Passiflora incarnata

Beschreibung

Das Ziel der Beobachtungsstudie ist einerseits die Beantwortung der Frage nach der Übertragbarkeit qualitativer Forschungsmethoden auf das Setting einer Medikamenteneinnahme und andererseits die qualitativ-explorative Beschreibung, wie Patientinnen und Patienten die Einnahme von CERES Urtinkturen erleben sowie die Einstellungen, Haltungen und Sinnkonstruktionen, die mit der Einnahme einhergehen. Die Frage soll beispielhaft anhand von Patientinnen und Patienten untersucht werden, welche die Heilpflanze Passiflora incarnata (CERES Passiflora incarnata - Urtinktur) einnehmen.

Im Forschungsprojekt wird ein phänomenologischer Ansatz verfolgt. Dabei werden verschiedene qualitative Verfahren angewendet, wie teilnehmende Beobachtung, Tagebuch und teilstrukturierte Einzelinterviews.

Die teilnehmenden Patientinnen und Patienten protokollieren ihre Einnahme von Passiflora incarnata und ihr Erleben derselben und werden zu einem späteren Zeitpunkt dazu in qualitativen teilstrukturierten Einzelinterviews befragt. Ausserdem werden Ärztinnen und Ärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker in qualitativen teilstrukturierten Einzelinterviews befragt und eine teilnehmende Beobachtung bei der Herstellung der Urtinktur gemacht.

Die Datenanalyse orientiert sich an der qualitativen Inhaltsanalyse und erfolgt mit Unterstützung der Software MAXQDA.


Projektleitung 

Prof. Dr. med. Claudia Witt, MBA

Projektkoordination 
lic. phil. Claudia Canella

Projektdauer 
2015-2016

Förderung 
Investigator Initiated Trial mit CERES Heilmittel AG

Projektstand 
Rekrutierungs- und Datenerhebungsphase

AkkordeonTitel

Effektivität von Hypnose bei der Entfernung von Weisheitszähnen (HypMol)

Effektivität von Hypnose bei der Entfernung von Weisheitszähnen (HypMol)

Beschreibung
Die Extraktion von dritten Molaren (Weisheitszähne) ist ein schmerzhafter Eingriff und im Rahmen dieser medizinischen Prozedur kann die Wirksamkeit von schmerzreduzierenden Interventionen geprüft werden. Bei der Extraktion von dritten Molaren gibt es Hinweise, dass Hypnose vor dem Eingriff wirksam ist (Schmerzreduktion, weniger Schmerzmittel post-operativ). Diese monozentrische, randomisierte, kontrollierte Studie untersucht die Wirksamkeit von Hypnose bei Patienten mit einer beidseitigen Extraktion der dritten Molaren in einem intraindividuellen Design in dem auch die Erwartung der Patienten und der Behandlungspräferenz vor der Intervention erfasst werden. Es werden 33 Patienten mit einer beidseitigen Extraktion der dritten Molaren eingeschlossen. Während einer Extraktion erhalten die Patienten zuerst Hypnose als zusätzliche Intervention (Dave Elman Technik) und eine reduzierte Menge von Anästhetika während der Molarextraktion. Dies wird mit einer regulären Molarextraktion mit der üblichen Menge an Anästhetika verglichen, die an einem separaten Termin stattfindet. Die Reihenfolge, wann Hypnose angewendet wird (erste oder zweite Konsultation), wird zufällig zugeteilt und die Auswahl der Seite des Eingriffs je Konsultation (links, rechts) erfolgt ebenfalls zufällig. Primärer Outcome ist die Schmerzintensität nach der Extraktion (nach drei Stunden, am Abend und am Abend des ersten und zweiten postoperativen Tages). Sekundäre Outcomes sind die Schmerzselbstmedikation des Patienten und die bevorzugte Behandlungsform (mit vs. ohne Hypnose) nach beiden Konsultationen. Patienten werden eingeschlossen, wenn sie beidseitig die Molaren entfernt bekommen und mindestens 16 Jahre alt sind.

Projektleitung
PD Dr. Jürgen Barth

Co-Projektleitung
Prof. Dr. med. Claudia Witt, MBA

Projektkoordination
Dr. Stefanie Keiser

Kooperationspartner
Dr. med. dent. Patrick Meyenberger (Wil, SG)
Med. dent. Mathias Egli

Statistik
PD Dr. Jürgen Barth

Projektdauer
2017-2018

Projektstand
Rekrutierung und Durchführung

Studienregistereintrag
DRKS00011848

 

Abgeschlossene Projekte

Wirksamkeit von Kunst in der Chirurgie: eine Meta-Analyse

Wirksamkeit von Kunst in der Chirurgie: eine Meta-Analyse

Beschreibung
Für die schnelle Genesung von Patienten nach einer Operation werden unter anderem auch Umgebungsbedingungen im Krankenhaus verantwortlich gemacht. Einrichtungsmerkmale, Licht, aber auch Kunst (z.B. Farbgestaltung, Musik). In einer systematischen Übersichtsarbeit werden alle kontrollierten Studien zur Wirksamkeit von Kunst in der Chirurgie zusammengefasst.
Die Wirksamkeit von Kunst auf postoperativen Schmerz, Ängstlichkeit, physiologische Parameter (Blutdruck, Herz Rate) wird untersucht. Basierend auf einer elektronischen PubMed Recherche seit 2000 und einer Handsuche in ausgewählten Zeitschriften wurde eine Literaturdatenbank erstellt. Sämtliche Beiträge wurden unabhängig von zwei Reviewern auf einen möglichen Einschluss geprüft. Alle Daten wurden doppelt extrahiert. Die Wirksamkeitsdaten werden in einer random effects Meta-Analyse aggregiert und Moderatoren (u.a. Setting, Studienqualität) geprüft.

Projektleitung
Prof. Dr. Pierre Clavien (Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie)

Projektkoordination
Dr. Diana Vetter, PD Dr. phil. Jürgen Barth

Wissenschaftliche Mitarbeit
Dr. Sema Uyulmaz, Dr. Semra Uyulmaz, Iara Meili, Bsc, Prof. Claudia M. Witt, MBA

Statistik
PD Dr. Jürgen Barth

Projektdauer
2014-2015

Förderung
Investigator Initiated Project

Projektstand
Beendet

Publikation
Vetter, Diana; Barth, Jürgen; Uyulmaz, Sema; Uyulmaz, Semra; Vonlanthen, René; Belli, Giulio; Montorsi, Marco; Bismuth, Henri; Witt, Claudia M; Clavien, Pierre-Alain (2015). Effects of art on surgical patients. In: Annals of Surgery 262(5), 704-713
link

Überzeugungen zur Wirksamkeit von Akupunktur aus Sicht von Behandlern und Patienten

Überzeugungen zur Wirksamkeit von Akupunktur aus Sicht von Behandlern und Patienten

Beschreibung
Die Überzeugung, dass Akupunktur hilfreich ist, hat sich in Studien als prognostisch bedeutsam erwiesen. Bisher ist allerdings der Zusammenhang zwischen den Überzeugungen der Behandler und der Patienten wenig untersucht. In einer Re-Analyse umfassender Daten von Schmerzpatienten aus den Acupuncture Randomized Trials (ART) werden nun beide Perspektiven in eine Clusteranalyse untersucht und mögliche Divergenzen zwischen Behandlern und Patienten dargestellt. Patientenmerkmale wie Schmerzdauer, Schmerzintensität, Lebensqualität werden für die Cluster beschrieben. Zudem wird der mittelfristige Verlauf der Schmerzintensität für die jeweiligen Cluster untersucht. Die Ergebnisse der Studie könnten Behandlern in Zukunft vielleicht helfen Patienten mit guter und Prognose zu identifizieren.

Projektkoordination
PD Dr. Jürgen Barth (PI), Prof. Claudia M. Witt, MBA (Co-PI)

Wissenschaftliche Mitarbeit
Larissa Schafroth, Bsc

Projektdauer
2015

Förderung
Investigator Initiated Project

Projektstand
Beendet

Publikation
Barth, J., Schafroth, L., & Witt C.M. (2016). Overlap and differences between patient and provider expectations for treatment outcomes: the case of acupuncture. Journal of Pain. In press.